Leitender Redakteur Mediengruppe Mainpost – Andreas Kemper zu Gast bei uns – Macht mit!

Am Mittwoch, 6. Juni 2012 haben wir Andreas Kemper, Leitender Redakteur der Mediengruppe Main-Post, in der Revistaküche zu Gast. Das Gespräch senden wir ab ca. 16:30 Uhr live.

Da sich das Fragen sammeln vorab bei unserem Interview mit Landrat Harald Leitherer als wahnsinnig interessant erwiesen hat möchten wir in Zukunft öfter euch, die wunderbaren Hörer von schweinfurtundso einspannen. Wir werden uns natürlich wieder einen Sack voll Fragen ausdenken, sind aber überzeugt, das Ihr bestimmt auch die ein oder andere Frage an Andreas habt. Bitte stellt euere Fragen vorab hier in den Kommentaren.

Florian Kohl

Florian Kohl ist Geschäftsführer beim Revista Verlag in Schweinfurt, Podcaster bei schweinfurtundso.de, Blogger bei floriankohl.de, Social Media Freund, Digitaler Aktivist, Fan von Print am richtigen Einsatzort, mag Flausch und Nischen.

Kommentare (7)

  1. Welche Strategie verfolgt denn der klassische Print-Journalismus künftig nutzergenerierte Inhalte enger einzubinden? Warum gibt es eigentlich im Lokalbereich kaum Investigativrecherche und längere Features über Einzelthemen (quasi als „Sonntags- bzw. Wochenzeitung“ auf regionaler Ebene?)

  2. Lokale oder Überregionale Zeitung? Könnt Ihr Euch endlich entscheiden?

    Warum werden DPA Meldungen, welche bei Erscheinung längst veraltet sind, 1zu1 kopiert und zum Teil nicht überarbeitet? Angeblich legt Ihr doch so viel Wert auf Qualitätsjournalismus.

    Warum werden die neuen Medien des Öfteren negativ dargestellt? Man munkelt die MP hat Angst vor der digitalen Welt. Allgemein kommen die Holzmedien sehr arrogant in den Neuen Medien rüber – wie wollt Ihr das ändern? Nur alleine „dabei sein“ ist nicht alles.

    Warum könnt Ihr (die Mainpost) nicht zugeben, dass die neuen Medien viel mehr Vorteile (z. B. Schnelligkeit / Meinungsvielfalt…) zu bieten haben?

    Noch eine Bitte: Wünsche mir nicht nur die offizielle Meinung der MP, sondern auch die persönliche und ehrliche. Politisches Gedönse will ich mir nämlich nicht anhören! Danke!

  3. Hier also meine Frage: Liebe Main-Post, WAS SOLL DAS?

    Warum nennt Ihr ein Verbrechensopfer beim Namen, 7 Jahre nach der Tat, samt Wohnort und allem? Wieso dieser Verstoß gegen den Pressekodex und gegen ethische Grundsätze allgemein? Wieso wird der entsprechende Tweet und Artikel nichtmal gelöscht / geändert, nachdem per Twitter und Mail bereits auf die Unzulässigkeit hingewiesen wurde? Im Gegenteil, man versucht noch, per Twitter zu rechtfertigen. Der Nachname des Opfers wurde gar mit einer Raute versehen und so posthum zum Hashtag gemacht – großartig!

    Wisst Ihr, liebe Main-Post, nicht, wie es auf fränkischen Dörfern zugeht und wie sich die Leute das Maul zerreißen?

    Ist Euch zudem nicht klar, dass es illegitim ist, jemanden, der mit Drogen erwischt wurde, detailliert und in Zusammenhang mit dem vor sieben Jahren geschehenen Tötungsdelikt zu nennen und seine persönlichen Lebensumstände und sein Lebensumfeld zu beschreiben?

    Blödboulevard, Käsblattjournalismus. Die Main-Post sollte einmal inhaltlich, ethisch und wohl auch personell generalüberholt werden.

  4. 1. Wann führt die MP endlich twitter-Kürzel für die Leute hinter dem offiziellen MP-Account ein?
    Es wäre doch überhaupt kein Problem, in der Bio, bzw. auf einer verlinkten Seite, kurz die twitternden Mitarbeiter mit ihren Kürzeln vorzustellen.

    2. Absolut ernsthaft und unpolemisch gefragt: Was soll diese neue Paywall?
    Es ist ja nachvollziehbar, dass die MP auch mit ihrem Online-Angebot Geld verdienen will. Aber Inhalte erst frei zugänglich zu machen, um sie hernach hinter einer Paywall zu verstecken, erinnert doch sehr stark an die immer wieder zu Recht heftig kritisierte Depublikation bei den ö.-r. Medien. Ein für mich völlig unverständlicher Schritt, der mir das Online-Angebot der MP aktuell madig macht. Ein Beispiel: Ich schicke einem Freund den link zu einem interessanten Artikel, dieser Freund meldet sich erst am nächsten Tag und wundert sich, dass er den Artikel nicht lesen kann. Muss ich jetzt von jedem gelesenen Artikel einen Screenshot machen?

    Ich muss dazu sagen: Ich lese die MP auch im Print-Abo, aber eben nur sehr wenig davon (ist auch nicht mein Abo, würde ich aktuell sicher nicht freiwillig beziehen). Ich will die Beiträge dort lesen, wo ich quasi ständig (mobil) unterwegs bin: im Netz.

    3. Hat sich die MP Gedanken über alternative Bezahlsysteme gemacht?
    Es wäre doch für beide Seiten, Leser und Zeitung, von Vorteil, wenn man nur für die Artikel zahlen müsste/könnte, die man auch tatsächlich gut findet. Der Leser käme im Zweifelsfall wesentlich billiger davon (weil er nicht einen Tag für 1,60€ lesen will, sondern nur diesen einen Artikel für meinetwegen 20 Cent) und die Zeitung hätte auf der anderen Seite eine “Bewertung der Artikelqualität”. Man könnte das Ganze doch auf eine freiwillige Basis stellen und bspw. wie flattr organisieren (wieso nicht gleich auch flattr generell zulassen?).

    4. Ich verweise hier einfach mal auf einen Blogartikel vom März http://testphase.posterous.com/spott-und-hame-der-tageszeitung und Frage, was sich seither getan hat?
    Große Reaktionen kamen von Seiten der MP ja nicht. Und das eigentliche Kernthema steht auch noch immer zur Debatte: Wie gehen Printleute mit Onlinern um, nehmen sie diese ernst, haben sie ein ernsthaftes Interesse an einem Austausch, wie offen ist dieser Austausch?
    Ich verweise einfach noch einmal auf die letzten vier Absätze meines Blog-Beitrags.

    5. Wie geht die MP mit Mitarbeitern um, die die Grenze von “Meinung” zu “Beleidigung” überschreiten?
    Als gläubiger Katholik habe ich mich schon mehrfach durch (freie) Mitarbeiter der MP beleidigt gefühlt. Auf meine Beschwerden, bzw. Leserbriefe wurde jedoch nicht ansatzweise reagiert (Ich verzichte hier bewusst auf Namen und Beispiele, kann ich aber auf Nachfrage auch geben).
    Ich habe kein Problem mit Meinung und auch nichts dagegen, dass wohl die allermeisten Mitarbeiter der MP, sagen wir, kirchenkritisch sind. Aber darf das wirklich grenzenlos sein?

  5. Hm, sehe ich anders – wo ein Wille ist, kann man es auch ändern. Mir scheint allerdings der Wille ist bei der gesamten Mainpost nicht vorhanden, sondern eher das Gegenteil. Das sieht man wieder ganz deutlich an dem Artikel https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Zeug-gibt-lsquo-s;art742,6819771 , welcher nun hinter der Paywall verschwunden ist. Sorry, aber was soll der Schei**? Ich habe (als es noch frei zugänglich war) auch einen Kommentar geschrieben und ich möchte, dass meine Kommentare öffentlich sind. Nein, die Argumentation mit „Testphase Paywall“ lasse ich hier nicht zählen. Sorry, die MP und auch einige Mitarbeiter (die gerne auch auf anderen Portalen Spam verbreiten) haben mittlerweile das letzte Fünkchen Respekt verloren.

  6. Und nochmals eine Frage: Wofür wird eigentlich ein Leseranwalt benötigt? Wenn die Mainpost doch unabhängig und neutral berichten würde, wäre ein Leseranwalt doch unnötig. Der übrigens – meiner Meinung nach – die Leser auch nicht richtig vertritt – was auch nicht möglich ist, denn (vermutlich) wird er auch von der Mainpost bezahlt.
    Des Weiteren bin ich auch der Meinung von Kilian – als Redakteur (der sich zumindest so schimpft) sollte man sich schon trauen seinen Namen zu zeigen – oder steht derjenige nicht zu seiner Meinung? (In Fachkreisen wird so eine Art auch gerne als „mimimimi“ aufgefasst.)

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